Dramasuri 2017

Im August 2017 haben wir zum ersten Mal ein eigenes Theaterfestival veranstaltet: DRAMASURI. An elf Tagen konnten wir insgesamt 14 Vorführungen von KünstlerInnen aus Prien am Chiemsee, der näheren und weiteren Umgebung (Rosenheim, Wasserburg am Inn, München, Salzburg) präsentieren.

Das Festivalprogramm umfasste zum einen zwei Eigenproduktionen, „Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute (Regie: Allessandro Visentin), das sechsmal gezeigt wurde, und „Karl & Valentin – nomoi nei“, eine Hommage an Karl Valentin, die im Rahmen des Familientheaters als Uraufführung gezeigt wurde. Das Stück wurde speziell für unser Festival von Daniela Wolf geschrieben, von Julia Urban inszeniert und von Kerstin Hilker choreographiert. Alle drei sind Künstlerinnen aus der Gegend.

Besonders mit den Eigenproduktionen haben wir versucht, unseren Vereinszweck zu erfüllen, nämlich Projekte zu initiieren und zu finanzieren, bei denen lokale oder regionale BühnenkünstlerInnen ihre Ideen umzusetzen können. Projekte, die sonst vielleicht nicht realisiert worden wären, weil die erforderliche Unterstützung gefehlt hat.

Ein besonderes Format konnten wir mit „Mr. Oakvalley`s theatrale Leistungsschau“ präsentieren, einem varietéartigen Programm mehrerer KünstlerInnen und MusikerInnen, das unter der künstlerischen Leitung von Julia Urban (stellvertretende Vorsitzende des Vereins) stand und durch ein von ihr konzipierten und gespielten Programm umrahmt wurde. Der Abend war in dieser Form nur bei uns zu sehen.

Zum anderen gab es mit insgesamt fünf unterschiedlichen Vorführungen von KünstlerInnen und Theatern aus der näheren und weiteren Umgebung ein breites Angebot an Gastspielen. Das reichte von der szenischen Lesung von Hebbel´s „Judith“ von Katalin Zsigmondy und August Zirner, über den „Kuss der Spinnenfrau“ der TheaterOFFensive aus Salzburg zu „Rotputtel und Aschenkäppchen“ (Julia Urban und Jörg Herwegh aus Waserburg am Inn) und „Das bayerische tapfere Schneiderlein“ von und mit Heinz-Josef Braun und Stefan Murr aus dem Raum München.

An einem Abend gab es zudem eine Aufführung von „Der bayerische Jedermann“ der Theaterstrickerei Grabenstätt. Es handelt sich dabei um ein ambitioniertes und qualitatives Laientheater, dem wir ermöglichen wollten, sich bei unserem Theaterfestival zu präsentieren.

Unsere ganzen Kräfte als Verein sind in dieses Theaterfestival geflossen, das die konsequente Weiterentwicklung unserer bisherigen Arbeit war. Getragen wurde das Festival zum einen vom ehrenamtlichen Engagement des Vereins, seines Vorstands, vieler aktiver Mitglieder sowie vieler anderer Unterstützer, die nahezu alle Arbeiten bei der Organisation und der Durchführung des Festivals ehrenamtlich übernommen haben, mit Ausnahme der Tätigkeiten, für die (bezahlte) Fachleute nötig waren.

Finanziell ermöglicht wurde Dramasuri durch eine Vielzahl an Unterstützern: der Marktgemeinde Prien und ihrer Tourismusgesellschaft Prien Marketing, dem Etat des Priener Kulturreferenten und des Landkreises Rosenheim, engagierten Firmen, Geschäftsleuten, Stiftungen, und nicht zuletzt einer überwältigenden Zahl an privaten Spenderinnen und Spendern. Ohne ihre Hilfe hätten wir es nicht geschafft.

Am Ende war Dramasuri ein schöner Erfolg. Die Reaktionen der rund 1.600 Zuschauer waren durchweg positiv. Besonders gelobt wurden das abwechslungsreiche Programm und die hochwertigen Darbietungen sowie das besondere Flair im Priener Eichental.

Auch über Prien hinaus fand das Festival einige Aufmerksamkeit. Neben Berichten in der lokalen Presse, gab es mehrere Beiträge im Regionalfernsehen und überregionalen Rundfunk.

Aus diesen Gründen wollen wir DRAMASURI 2018 auch in eine nächste Spielzeit führen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wenn Sie 2017 nicht dabei waren, können Sie sich mit unserer Broschüre einen kleinen Eindruck davon verschaffen, was war und was 2018 vielleicht wieder sein wird. Die Broschüre im pdf-Format können Sie hier herunterladen.

Mehr zum Programm 2017 erfahren Sie hier.

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